Geleitwort zur Tagung


GQW-Fachtagung 2006 in Wuppertal

Qualitätsmanagementsystem im Produktlebenszyklus

Die Unesco-Dekade für Nachhaltigkeit hat gerade begonnen. Häufig wird Nachhaltigkeit ausschließlich gleich gesetzt mit der Gewährlesitung des Umweltschutzes.

Doch bei der Ideengenerierung von neuen Produkten und Dienstleistungen bereits deren Lebensyklus mit zu betrachten, ist auch ein Beitrag zur Sicherung von Nachhaltigkeit. Systematisch müssen die unterschiedlichsten Anforderungen aus Kunden- oder Umweltsicht bzw. aus der Sicht der verschiedensten Wertschöpfungspartner um nur einiges zu nennen über die einzelnen Phasen des Produktlebenszyklus betrachtet und im Spannungsfeld von Sicherheits-, Qualitäts-, Kosten- und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten optimiert werden. Auch verändern sich die Anforderungen, welche die verschiedensten Stakeholder an ein Produkt oder eine Dienstleistung stellen im Verlauf des jeweiligen Lebenszykluses. Diese müssen jedoch immer und immer wieder ermittelt, vergleichend betrachtet und nachweilsich umgesetzt werden. Je nach der Komplexität des Produktes oder der Dienstleistung, können eine Vielzahl von Partnern in einem vielschichtig gestalteten arbeitsteiligen Prozess in den jeweiligen Phasen und folglich auch über den gesamten Produktlebenszyklus beteiligt sein. Alle daran Beteiligten sind so zu koordinieren, dass eine durchgängige Prozess- und folglich auch die Produkt- bzw. Dienstleistungsqualität gesichert wird.

In diesem Zusammenhang stellen sich eine Reihe von Fragen, wie zum Beispiel:

  • Was kann ein Qualitätsmangementsystem im Produktlebenszyklus leisten?
  • Welche Tools des modernen Qualitätsmanagements sind wie im Produktlebenszyklus effizient einsetz- und kombinierbar
  • Wie ist ein Qualitätsmanagentsystem für dynamische Wertschöpfungsketten aufzubauen und dauerhaft zu sichern?
  • Tragen die TQM- und Excellence-Ansätze zur Nachhaltigkeit bei?

Auf diese und viele andere Fragen wurde im Rahmen der GQW-Tagung 2006 nach möglichen Antworten gesucht. Diese fasst das vorliegende Buch überblicksmäßig zusammen. Die Gesellschaft für Qualitätswissenschaften e.V. (GQW e.V.) unter der Leitung von Koll. Prof. Pfeifer, hat sich seit seiner Gründung zum Ziel gesetzt, qualitätswissenschaftliche Fragestellungen der Gegenwart und Zukunft zu erkennen und gemeinsam mit fachkompetenten Partnern zu lösen. So leisten die GQW einen Beitrag der Qualitätsgedanken, d.h. "Made in Germany" in der Forschung, bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und im Rahmen der praktischen Umsetzung zu fördern.


Wuppertal, Februar 2006

Prof. Dr.-Ing. habil. Petra Winzer