Geleitwort zur Tagung


GQW-Fachtagung 2007 in Ilmenau

Messbare Qualität

Im Jahr 2007 findet die Jahrestagung 2007 der GQW zum Thema "Messbare Qualität" der Technischen Universität Ilmenau, Fakultät für Maschinenbau in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Qualitätswissenschaft e.V. Berlin und mit der OptoNet e.V. Jena statt.

Gemessen und gewogen hat der Mensch bereits in der Frühzeit, wobei er als Maßeinheite die Größen benutzte, die sein Körper bot. Es entwickleten sich örtlich begrenzte Festlegungen für Maße und Gewichte. Sie dienten im Wesentlichen der Orientierung des Menschen in Raum und Zeit, dem Warenaustausch und der Schaffung technischer Hilfsmittel für den Menschen.

"Es ist nötig, alles zu messen, was messbar ist, und zu versuchen, messbar zu machen, was es noch ist ist" (Galileo Galilei, 1564 - 1642)

Qualität ist im Sprachgebrauch ein unscharfer Begriff. Deshalb sind Inhalt, Objektivität, Genauigkeit, Reproduzierbarkeit, Prüfbarkeit und Vergleichbarkeit von Qualität nicht trivial [Hofmann, 1986]. Durch messbare Stellvertreter verliert Qualität ihre Anonymität und wird fassbar. Es gibt auch Qualitätseigenschaften, die heute noch nicht messbar sind. Für diese müssen schrittweise ebenfalls die Voraussetzungen für ihre Messbarkeit geschaffen werden. Erst die Erfassung und Messung von Qualität macht diese steuer- und regelbar - Aufbau von Qualitätsregelkreisen [Pfeifer 2001]. Die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit und Genauigkeit von Messungen nimmt zu [Weckenmann 2006].
In diesem Zusammenhang stellen sich Fragen, wie zum Beispiel:

  • Welche Methoden gibt es für die Messung von Qualität?
  • Wie wird die Wirtschaftlichkeit von Messungen beurteilt?
  • wie kann die Qualität bei nicht stabilen Prozessen gesichert werden?
  • Wie kann rechnergestütztes Qualitätsmanagent in KMU realisiert werden?

Auf diese und viele andere Fragen wird im Rahmen der GQW-Tagung 2007 nach Antworten gesucht.


Ilmenau, im Februar 2007

Prof. Dr.-Ing. habil. Gerhard Linß