Geleitwort zur Tagung


GQW-Fachtagung 2010

Zielsetzung der Gesellschaft für Qualitätswissenschaft e. V. (GQW) ist die Förderung der Qualitätswissenschaften in Lehre und Forschung sowie der Wissenstransfer in die industrielle Anwendung. Am 23. und 24. Februar trifft sich die wissenschaftliche Community in Aachen, um im gemeinsamen Dialog mit Vertretern aus der Praxis Forschungsergebnisse und ihre Relevanz für die unternehmerische Praxis zu diskutieren. In diesem Umbruchjahr 2010 freue ich mich umso mehr die 13. GQW-Tagung am WZL der RWTH Aachen auszurichten. Es gilt in dem Folgejahr der schwersten wirtschaftlichen Nachkriegskrise mit Hilfe des Qualitätsmanagements Weichen für eine schnelle Erholung zu stellen. Deshalb steht die GQW-Tagung 2010 im Zeichen folgender Frage:

 Wie kann ein unternehmerisch gelebtes Qualitätsmanagement einen Beitrag zur schnelleren Erholung der Weltwirtschaft leisten?

 Aus Sicht des unternehmerischen Qualitätsmanagements ist Qualität mehr als der Überdeckungsgrad zwischen Kundenforderungen und Produkteigenschaften. Vielmehr berücksichtigt es strategische Ziele und Bedingungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens bei der verschwendungsfreien Erfüllung von Kundenforderungen.

 Vorträge aus Instituten der GQW-Mitglieder liefern Erfahrungswerte und Lösungsansätze, wie Unternehmen ihren Kunden begeisternde Produkte durch fähige und effiziente Prozesse anbieten können und welche Voraussetzungen hierr im „System Unternehmen" vorhanden sein müssen. Aktuelle Forschungsergebnisse zu den drei Themenschwerpunkten Produktqualität, Prozessqualität und Systemqualität spannen die Diskussionsarena für eine anwendungsbezogene Auseinandersetzung in einer Runde aus Wissenschaftlern und Praktikern auf. Ziel ist effektives Handeln im unternehmerischen Umfeld sicherzustellen.

 Die Ausbildung ist die zweite gleichwichtige Aufgabe der Hochschulen. Hier bieten sich spannende Diskussionsanlässe wie Qualitätsmanagement in der Lehre zu verankern ist.

 Ich bedanke mich bei allen Wissenschaftlern, die mit ihren Beiträgen die differenzierte

Auseinandersetzung mit diesen herausfordernden Themen erst möglich gemacht haben. Dank gebührt außerdem meiner Mitarbeiterin Dipl.-Oec. Anne Willach für ihre Mithilfe bei der Organisation der Tagung und der Erstellung dieses Bandes.

 Aachen, Februar 2010

Prof. Dr.-Ing. Robert Schmitt