Geleitwort zur Tagung


GQW-Fachtagung 2013

 

Der inzwischen vielfach inflationär verwendete Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus dem Bereich der Forstwirtschaft und wird dort schon seit dem 18. Jahrhundert verwendet. Ursprünglich wurde durch den Begriff die Bewirtschaftung von Waldflächen beschrieben und mit ihm das Ziel verfolgt, die Holzproduktion über Generationen hinweg zu sichern. lm Jahre 1993 wurde wahrend der Ministerial Conference on the Protection of Forests in Europe Nachhaltigkeit wie folgt definiert: "Die Behandlung und Nutzung von Wäldern und Waldflächen auf eine Weise und in einem Ausmaß, dass deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft zu gewährleisten, auf lokaler, nationaler und globaler Ebene erhalten bleiben, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen". Diese Definition greift bereits die Bestandteile des heute bekannten Drei-Säulen-Modells der Nachhaltigkeit auf, in dem es neben den Hauptaspekten Ökologie, Ökonomie und Soziales auch die Resilienz und die Generationengerechtigkeit berücksichtigt.

hrend der GQW-Tagung soll diese Betrachtungsweise auf die Bereiche Strategie, Produkte und Prozesse sowie Struktur und Systeme übertragen werden. Ziel ist es, Qualitätsmanagementsysteme mit den zugehörigen Prozessen und Strukturen so zu gestalten, dass Unternehmen befähigt werden , die angestrebte geforderte Qualität zu erreichen und zu gewährleisten. Exzellente Qualität gründet auf gelebten, nachhaltig umgesetzten Managementsystemen zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen.

Die Durchführung der GQW-Tagung 2013 sowie das Erstellen des Tagungsbandes wären ohne das Mitwirken zahlreicher Beteiligter nicht möglich gewesen. Deshalb gilt der besondere Dank allen wissenschaftlichen Mitarbeitern und involvierten studentischen Hilfskräften des Fachgebiets Qualitätswissenschaft, ebenso wie allen Autoren der Beiträge und den Professoren, die die Bewertung der Beiträge vorgenommen haben.

 Berlin, Februar 2013

Prof. Dr.-lng. Roland Jochem

Dipl.-Wirtsch.-lng. Dominik Rößle